Sat-IP – Fernsehen auf dem iPad

Sat-IP mit dem iPad

Die Sat-IP Technologie ermöglicht das Streaming von Satelliten-Fernsehen auf digitale Endgeräte wie Smartphone, Tablet, Notebook und natürlich auch aufs Apple iPad. Damit das iPad zum Sat-IP Client wird, ist lediglich eine mit iOS kompatible App erforderlich. Diese ist im Apple Store erhältlich, weiterhin liefern verschiedene Hersteller von Sat-IP Geräten die erforderliche Software mit.

Grundvoraussetzungen für Sat-IP

Damit die vom Satelliten übertragenen Fernsehprogramme als Live-TV auf das iPad gestreamt werden können, muss eine Sat-IP Anlage installiert sein. Dazu wird an die Satelliten-Antenne ein Sat-IP Server angeschlossen. Diese Sat-IP Geräte sind Mehrfach- Satellitenempfänger, die per Koaxkabel mit dem LNB der Sat-Schüssel oder an einen Multischalter angeschlossen werden. Der Server enthält pro Fernsehprogramm Konverterboxen, die die Signalströme filtern und in Datensignale konvertieren. Die Datenpakete wiederum werden über den Router und das Heimnetzwerk an die digitalen Clients im Netzwerk verteilt und ermöglichen das Streamen der gewählten Programme. Bis zu acht Sat-IP Converter können pro Anlage angeschlossen sein, die Verbindung zur Parabolantenne ist per Single-, Twin-, Quad- oder über einen Multischalter auch per Quattro-LNB möglich. Zusammen mit Multischaltern lassen sich Sat-IP Anlagen auch in Mehrteilnehmeranlagen betreiben. Wer ganz neu ins Satellitenfernsehen einsteigt, kann statt einer herkömmlichen Sat-Anlage auch eine Sat-IP Flachantenne installieren, die bereits einen Server integriert hat.

Sat-IP aufs iPad

Die erforderliche App, die das iPad zum Sat-IP Client macht, wird als ganz normale App installiert, Anbieter der kompatiblen Programme sind zum Beispiel Geniatech oder HD+. Bei der Auswahl der App ist die Version des iPads zu beachten. So läuft die HD+ App zum Beispiel auf iPad 2 und höher und lässt sich ebenso fürs iPhone 4S oder höher verwenden. Damit Sat-IP auf dem iPad funktioniert ist es vor allem wichtig, dass die Geräte im gleichen Netzwerk eingebunden sind. Das gilt ebenso für alle anderen digitalen Endgeräte. Das iPad kann parallel zu allen anderen Clients als Sat-IP Empfänger verwendet werden.

Sat-IP Hardware – Das wird benötigt

Sat-IP Hardware – Satellitenfernsehen im Heimnetzwerk

Mit Sat-IP zieht eine neue Generation des Fernsehens in die Haushalte ein. Anders als bei der herkömmlichen Satellitentechnik, bei der die TV-Signale per Kabel an den Fernseher übertragen werden, ermöglicht die Sat-IP Technologie das Streamen der TV-Programme auf PC, Tablet und Smartphone. Für den Betrieb sind verschiedene Sat-IP Geräte und verschiedenes an weiterer Hardware nötig.

Die Sat-IP-Anlage

Damit die Satelliten-Signale konvertiert und auf verschiedenen Endgeräten im Haushalt empfangen werden können, muss die entsprechende Sat-IP Hardware vorhanden sein. Wie genau die Anlage zusammengesetzt ist, hängt insbesondere davon ab, mit welcher Technologie die Sat-Signale aufgefangen werden. Ist bereits eine Satelliten-Schüssel installiert, sind folgende Sat-IP Geräte erforderlich:

  • Der Sat-IP Server ist mit Konverterboxen bestückt, die jeweils die Signale für ein TV-Programm ausfiltern und in Sat-IP Datensignale konvertieren. Je nachdem, wie viele Programme gleichzeitig gestreamt werden sollen, muss der Server die entsprechende Anzahl an Sat-IP Boxen enthalten. Diese Boxen sind wiederum mit dem LNB der Satellitenanlage verbunden. Auch hier gilt: Pro Sat-IP-Konverterbox muss ein separater Anschluss an den LNB vorhanden sein. Der Server ist per Kabel mit dem Router verbunden. Der wiederum ist ins Heimnetzwerk eingebunden.
  • Damit die konvertierten TV-Signale auch abgerufen werden können, muss ein Heimnetzwerk eingerichtet sein. Über den Router werden die Datensignale per WLAN, LAN oder auch über das Stromnetz an die Sat-IP Clients verteilt. Meist ist dieser Teil der Hardware bereits vorhanden und es sind lediglich noch einige Einstellungen zur Einbindung der Sat-IP Geräte nötig.
  • Sollen die Sat-IP Signale an das Fernsehgerät übertragen werden, dann ist zusätzlich ein Sat-IP Receiver nötig. Das Gerät ist per HDMI Kabel mit dem TV-Gerät verbunden und verwandelt es so in einen vollwertigen Sat-IP Client. Viele der angebotenen Sat-IP Receiver können mehr als die TV-Programme übertragen und besitzen Features wie Timeshift oder einen Recording Service.
  • Die Sat-IP Clients dienen der Übertragung des Live-TV. Durch die Installation eines Viewers oder einer App werden die digitalen Endgeräte im Haushalt zu mobilen Fernsehgeräten, die unabhängig von einer zusätzlichen Installation die gestreamten Programme empfangen und ausstrahlen. Auch herkömmliche Fernseher werden per HDMI-Stick netzwerkfähig und können damit als Sat-IP Clients fungieren.

Wer die komplette Sat-IP Anlage neu installiert, der kann heute auf die neuen Sat-IP Flachantennen zurückgreifen. Diese neue entwickelte Sat-IP Hardware hat einen IP LNB sowie den Sat-IP Server bereits integriert. Je nach Auslegung der Antenne können unterschiedlich viele Sat-IP Clients angeschlossen werden. Die kompakten Antennen sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich und eignen sich unter anderem bestens für die Installation in Mietwohnungen oder auf Wohnmobilen und Wohnwagen.

Verkabelung und Peripherie

Teil der Sat-IP Hardware sind nicht nur die erforderlichen Geräte. Alle Anschlüsse zum Router, zum Beispiel für den Sat-IP Server oder die Sat-IP Antenne sollten per Kabel vorgenommen werden. Dies sichert eine zuverlässige Übertragung und die vollständige Ausnutzung der vorhandenen Datenrate. Besonders beim Streaming von HD-Programmen ist dies wichtig. Wird ein Sat-IP Receiver betrieben, kommen zusätzliche Verkabelungen vom Receiver zum TV-Gerät hinzu, für den Receiver gibt es eine gesonderte Fernbedienung zum Wechsel der Programme und zum Abruf der integrierten Funktionen.

Welche Sat-IP Geräte werden benötigt?

Sat-IP Geräte – Hardware für die Sat-IP Anlage

Mit der Sat-IP Technologie wird es möglich, die von der Satelliten-Schüssel empfangenen TV-Signale in Datensignale zu übersetzen. Diese lassen sich anschließend leicht übers Heimnetzwerk verteilen und auf Smartphone, Tablet oder Notebook streamen. Fernsehen ist so auf fast jedem digitalen Endgerät im Haushalt möglich. Damit die Technik, die auf einem von Astra entwickelten Sat-IP Protokoll basiert auch reibungslos im eigenen Netzwerk läuft, sind verschiedene Sat-IP Geräte nötig. Je nachdem, ob bereits eine konventionelle Anlage installiert ist, ist unterschiedliche Hardware erforderlich.

Sat-IP Server

Der Sat-IP Server ist dafür zuständig, dass die von der Satellitenanlage empfangenen Signale in Datensignale umgewandelt werden. Dies geschieht über sogenannte Konverterboxen, die im Server untergebracht sind. Aktuell erhältlich sind Sat-IP Server mit einer bis acht Boxen. Je nachdem, wie viele Sat-IP Geräte als Clients im Haushalt betrieben werden sollen, muss die Anzahl an Konvertern im Sat-IP Server vorhanden sein. Damit die umgewandelten Signale aus dem Server bei den Endgeräten landen können, wird der Sat-IP Server mit dem Router im Heimnetzwerk verbunden. Über LAN, WLAN oder auch übers Stromnetz werden die Datenpakete übertragen. Neben der Anzahl der Konverterboxen im Server entscheidet auch die mögliche Datenrate darüber, wie viele TV-Programme gleichzeitig ausgestrahlt werden können. Das WLAN im Haus sollte eine Übertragungsrate von mindestens 150 Mbit/s mitbringen. Um die komplette Bandbreite auszuschöpfen, sollte der Sat-IP Server per Kabel mit dem Router verbunden sein.

Sat-IP Antenne

Ganz neu entwickelt sind Sat-IP Antennen, die sich als handliche Flachantennen leicht und unauffällig installieren lassen. Die Antennen enthalten nicht nur einen IP-LNB, auch der Sat-IP Server ist bereits im Gerät untergebracht. Aktuell sind Sat-IP Antennen mit Single-, Twin- oder Quad-LNB erhältlich. Für die Installation der Antennen, die in verschiedenen Ausführungen und für unterschiedlich viele Sat-IP Clients ausgelegt sind, ist lediglich ein passendes Anschlusskabel nötig. Optional macht ein HDMI-Stick aus einem herkömmlichen TV-Gerät einen leistungsfähigen Sat-IP Client, der die von der Antenne empfangenen Signale über das Heimnetzwerk empfängt und als Satelliten-TV-Programm ausstrahlen kann.

Sat-IP Clients

Die Geräte, auf denen die TV-Programme empfangen werden sollen, werden als Sat-IP Clients bezeichnet. Mit der Sat-IP Technologie ist Fernsehen auf dem TV-Gerät sowie auf fast allen digitalen Endgeräten im Haus möglich. Dazu gehören Smartphones, Tablets und PCs, aber auch einige Spielekonsolen. Damit ein digitales Endgerät zum Sat-IP Gerät wird, ist in der Regel lediglich die Installation einer passenden App oder eines kompatiblen Viewers nötig. Der bereits vorhandene Fernseher kann entweder mit herkömmlichen Sat-Signalen gespeist oder mit einfachen Mitteln zum Sat-IP Gerät umgerüstet werden. Mittlerweile sind im Handel auch erste Fernsehgeräte erhältlich, die standardmäßig für den Empfang der Sat-IP-Signale ausgerüstet sind. Ein extra Receiver ist dann nicht erforderlich.

Sat-IP Receiver

Sat-IP Receiver funktionieren grundsätzlich so wie herkömmliche Receiver auch. Der Unterschied liegt darin, dass dieses Sat-IP Gerät das TV-Programm über das Heimnetzwerk abruft, anstatt die Signale aus dem Antennensignal zu filtern. Viele Receiver besitzen eine Aufnahmefunktion sowie Timeshift, teilweise ist der Empfang von Pay-TV über die Sat-IP Geräte möglich. Der Anschluss an das Fernsehgerät erfolgt so wie beim herkömmlichen Receiver über ein HDMI-Kabel. Die Verbindung mit dem Router, der die Sat-IP Signale über das heimische Netzwerk überträgt, kann per LAN oder WLAN erfolgen. Das Ergebnis: Beste HD-Qualität für die verfügbaren Programme auf dem Fernsehgerät.

Was ist eine Sat-IP Box?

Die Sat-IP Box – leistungsfähiger Übersetzer im Sat-IP Server

Die Sat-IP Technologie macht es möglich, Satellitensignale in Datensignale umzuwandeln, die über das Heimnetzwerk auf den Fernseher, aber auch auf digitale Endgeräte zu übertragen. Damit wird Fernsehen im ganzen Haus und unabhängig von aufwändigen Installationen möglich. Damit die Satelliten-Signale per Router und Netzwerk gestreamt werden können, müssen sie in IP-Signale übersetzt werden. Dafür ist die Sat-IP Box zuständig.

Eine Sat-IP Box pro Programm

Die Sat-IP Box oder auch Konverterbox ist im Sat-IP Server untergebracht. Sie empfängt die vom Multischalter oder LNB der Parabolantenne empfangenen Signale, filtert das angeforderte Programm heraus und übersetzt in für die Sat-IP Clients lesbare und per Heimnetzwerk übertragbare Daten. Jede Sat-IP Box kann jeweils nur ein Programm übersetzen, deshalb müssen je nach Anzahl der Endgeräte auch entsprechend viele Konverterbox vorhanden sein. Im Handel erhältlich sind heute Sat-IP Server mit ein bis maximal acht Tunern, die parallel verschiedene TV-Programme in bester HD-Qualität übertragen können.

Von der Sat-Anlage zum Endgerät

Die Sat-IP Box ist auf der einen Seite mit dem LNB oder Multischalter der Satellitenanlage verbunden, auf der anderen Seite erfolgt der Anschluss an den Router, der als Verteiler im Netzwerk fungiert. Die Sat-IP Box sollte dabei stets per Kabel angeschlossen sein. Dadurch wird die im Netzwerk vorhandene Datenrate optimal ausgenutzt. Für jede Box muss in der Anlage ein separater Anschluss vorhanden sein. Das bedeutet also, dass für die gleichzeitige Ausstrahlung von vier Fernsehprogrammen nicht nur vier Sat-IP Boxen im Server vorhanden sein muss, sondern dass auch in der Satellitenschüssel ein Quad-LNB vorhanden sein muss. Anders als beim Quattro-LNB ist hier der Multischalter bereits integriert.

Eine Alternative zur Sat-IP Box bieten moderne Sat-IP Flachantennen. Sie sind immer dann ideal, wenn im Haus noch keine Satellitenanlage vorinstalliert ist. Die Antenne enthält neben einem IP-LNB auch den Sat-IP Server und muss lediglich per Kabel an den Router angeschlossen werden.

Brauche ich eine Sat-IP-Anlage?

Die Sat-IP-Anlage – im ganzen Haus fernsehen!

Mit der Sat-IP Technologie kann nicht nur das Fernsehgerät das über die Satellitenanlage eingehende Fernsehprogramm empfangen, sondern auch alle digitalen Endgeräte im Haus. Damit aus Smartphone, Tablet und PC sogenannte Sat-IP Clients werden, braucht es die entsprechende Software, um die eingehenden Satellitensignale in Datensignale umzuwandeln, ist die passende Hardware nötig. Basis der Sat-IP Technologie bietet eine Satellitenanlage, die über die Parabolantenne die Satellitensignale empfängt.

Der Sat-IP Server

Damit auf den digitalen Endgeräten Satellitenfernsehen übertragen werden kann, ist ein Sat-IP Server erforderlich. Dieser verfügt über mehrere Konverterboxen, jede Box kann die Daten für ein TV-Programm filtern und konvertieren. Das bedeutet: Sollen gleichzeitig mehrere Programme gestreamt werden, muss die entsprechende Anzahl der Konverter im Sat-IP Server verfügbar sein. Jede Box muss einzeln an den LNB, das Empfangsteil der Sat-Schüssel angeschlossen werden. Auch hier entscheidet die Anzahl der Ausgänge über die parallel verfügbaren Programme:

  • Twin- oder Quad-LNB übertragen zwei bis vier Programme.
  • Multischalter übertragen sechs bis acht Programme.

Im Handel problemlos erhältlich sind heute Sat-IP Server für ein bis vier Eingänge, sollen mehr Fernsehprogramme gleichzeitig und auf verschiedenen Geräten empfangen werden, dann können wahlweise zwei Server mit jeweils vier Empfangsteilen oder ein Server mit acht Tunern wie ihn die Hersteller Megaset oder Octopus anbieten, zum Einsatz kommen.

Datenverteilung per Netzwerk

Der Sat-IP Server, bzw. der Sat-IP Konverter wird per Netzwerkkabel an den Router angeschlossen. Von dort aus werden die Datensignale an die jeweiligen Sat-IP Clients verteilt. Da die in der Regel bereits vorhandene Infrastruktur des Heimnetzwerks inklusive aller LAN-Leitungen und des WLANs genutzt werden kann, kommt die Sat-IP-Anlage ohne weitere aufwändige Installationen aus. Es müssen keine Kabel oder Anschlüsse verlegt werden. Lediglich software-seitig sind einige Einstellungen nötig.

Vom digitalen Endgerät zum Sat-IP-Client

Als Ausgabegeräte der Sat-IP-Anlage können neben dem Fernseher unter anderem Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets sowie iPads und iPhones verwendet werden. Damit das Gerät die eingehenden Sat-IP-Signale verarbeiten kann, ist auf Geräten mit Android eine App nötig. Auf dem PC übernimmt ein Viewer die Wiedergabe der Programme.

Ist die Sat-IP-Anlage installiert, sind je nach verwendeten Apps und Programmen diverse Einstellungen im Heimnetzwerk und innerhalb der Software nötig – und das kostenlose Fernsehen im gesamten Haus kann beginnen.

Funktioniert Sat-IP mit meinem Android Smartphone?

Sat-IP für Android

Die Sat-IP Technologie wandelt die Signale aus der Satellitenanlage in Datensignale um, die von digitalen Endgeräten empfangen werden können. Die Empfangsgeräte werden auch als Sat-IP Clients bezeichnet. Damit auch auf Geräten mit Android als Betriebssystem wie Smartphones oder Tablets das Fernsehprogramm ausgestrahlt werden kann, ist eine passende App erforderlich. An der Hardware der Geräte ist keine Veränderungen nötig: Ist ein Sat-IP-Server im Netzwerk installiert, werden die Signale ganz einfach vom Router übers häusliche Netzwerk an die Sat-IP Clients durchgestellt, also per LAN, WLAN oder auch dLAN.

Die richtige Software für den Sat-IP Empfang

Während für den Empfang der Sat-IP Signale auf PC oder Notebook Viewer, wie zum Beispiel der DVB Viewer für Windows oder das Sat-IP Antenna Alignment Tool genutzt werden, braucht es für Geräte mit installiertem Android die passende App. Erhältlich sind kostenpflichtige wie auch kostenlose Apps, die nach meist unkomplizierter Einstellung die Programmauswahl und den Programmstart steuern. Neben der Möglichkeit, Live Fernsehprogramme von der Satellitenschüssel auf dem Client zu übertragen, können viele Apps noch mehr: So bieten Sie Zugriff auf ein Filmarchiv, eine digitale Programmzeitschrift und ein zentrales Einstellungsmenü. Viele der gängigen Apps sind für Android wie auch für iOS zu haben.

Sat-IP Fernsehen per Android – wichtige Voraussetzungen

Die Sat-IP Technologie lässt sich grundsätzlich auf jedem Android-Gerät betreiben, vorausgesetzt die passende App ist installiert. Mit Hilfe der App wird aus dem Sat-IP Client ein digitaler Receiver, ein zusätzlicher Sat-IP-Receiver wird damit überflüssig. Damit die Fernsehprogramme flüssig laufen, muss die Netzwerkverbindung vom Router zum Endgerät leistungsfähig genug sein. Mit LAN und WLAN ist das in der Regel kein Problem, Einschränkungen kann die Signalübertragung per dLAN, also übers Stromnetz mit sich bringen. Als Faustregel gilt: Pro SD-Stream ist eine Bandbreite von 10 Mbit/s erforderlich, HD-Streams benötigen 30 Mbit/s an Durchsatz.

Die Möglichkeit, Sat-IP für Android-Geräte wie Smartphones oder Tablets zu nutzen, bietet die Freiheit, überall im Haus fernzusehen und zwar ohne zusätzliche Kabelinstallationen oder zusätzliche Kosten. Auch Gebühren für die Übertragung der Sender fallen nicht an.

Was sind Sat-IP Clients?

Sat-IP-Clients

Die digitalen Endgeräte, die im Haushalt Satellitenfernsehen über das eigene Hausnetzwerk empfangen, werden innerhalb der Sat-IP-Technologie als Sat-IP-Clients bezeichnet. Geeignet sind PC und Notebook, aber auch Tablets und Smartphone sowie iPads und iPhone. Eine zusätzliche Hardware in den Geräten ist nicht nötig, lediglich passende Apps oder Programme für das Abspielen der TV-Filme und Serien müssen vorhanden sein.

Digitale Endgeräte – Clients für den Sat-IP Empfang

Die neue Sat-IP Technologie, die seit 2012 auf dem Markt ist und ursprünglich von Astra entwickelt wurde, ermöglicht das Fernsehen auf fast allen digitalen Endgeräten. Dazu gehören:

  • Desktop-PC
  • Notebook und Netbook
  • Smartphones
  • Tablet-PC
  • iPad und iPhone
  • DLNA kompatible Setupboxen
  • Kompatible Fernsehgeräte
  • Verschiedene Spielkonsolen

Die Übertragung kann je nach Sat-IP Client per WLAN, per LAN-Kabel oder übers Stromnetz stattfinden, die zusätzliche Installation von speziellen Koaxialkabeln, wie sie von der Satellitenanlage zum Endgerät nötig sind, entfällt vollständig. Mit dem vorhandenen Heimnetzwerk ist die gesamte Infrastruktur bereits an Ort und Stelle. Auf den Clients selbst ist nur software-seitig eine Modifikation nötig: So wird ein geeigneter Viewer bzw. eine kompatible App benötigt, um die Übertragung der Sat-IP Signale auf den Clients zu ermöglichen.

TV-Signale unterwegs – vom Sat-IP Server zum Client

Die umgewandelten Signale der Satellitenanlage werden über den Sat-IP Server zum Router geleitet und anschließend an die Sat-IP Clients verteilt. Wie viele der Endgeräte gleichzeitig verschiedene TV-Programme streamen können, hängt von der Anzahl der Konverterboxen im Server ab. Jedes Programm braucht dazu eine eigene Konvertierung und zur Übertragung ausreichend Bandbreite. Je nach verwendetem Server kommen verschiedene TV-Programme parallel bei einem, vier oder sogar acht Sat-IP Clients an.

Fernsehgerät mit Sat-IP

Wird ein Fernseher als Client für die Sat-IP Technologie genutzt, dann ist ein IP-Receiver nötig, der die Signale vom Router über das Heimnetzwerk empfängt. Wird die vorhandene Anlage aufgerüstet, dann sorgt der Sat-IP Receiver dafür, dass der Fernseher zum internetfähigen Sat-IP Client wird und die gefilterten und umgewandelten Daten erhält. Moderne Fernsehgeräte sind bereits mit integriertem Receiver erhältlich und benötigen keine externe Unterstützung mehr. Ebenso ist es natürlich möglich, dass das Fernsehgerät die Signale direkt aus der Satellitenanlage empfängt. Damit auch ältere Geräte die Sat-IP-Signale verarbeiten können, sind im Handel HDMI-Sticks erhältlich. Ganz innovativ sind Blu Ray Recorder mit Sat-IP Empfänger, die die Funktion des Servers übernehmen und die empfangenen Sat-Signale an PC, TV und die mobilen Endgeräte im Haus verteilen.

Wofür brauche ich einen Sat-IP Converter?

Sat-IP Converter – ohne Übersetzer geht es nicht

Ein Sat-IP Converter ist wichtiger Teil der Sat-IP Anlage. Das Gerät, das ähnlich wie ein Server aufgebaut ist, übersetzt die Fernsehsignale, die die Satellitenanlage auffängt in IP-Signale. So wird erst die Übertragung per Sat-IP Protokoll möglich. Mit Hilfe der umgewandelten Signale kann das Satelliten-Fernsehprogramm auf digitale Endgeräten wie Smartphone, Notebook oder Tablet übertragen werden. Im Handel sind heute bereits eine Vielzahl von Sat-IP Convertern erhältlich, die für unterschiedliche Größenordnungen zugeschnitten sind.

Von der Schüssel zum Endgerät

Der Sat-IP Converter fungiert als Übersetzer und Übermittler der von der Sat-Schüssel eingefangenen Signale. Dazu ist das Gerät mit dem Sat-Multischalter oder dem LNB verbunden. Diese beiden Geräte sind Teil der Anlagentechnik und meist direkt an der Schüssel installiert. Die Signale, die der LNB (Low Noise Block) von der Parabolantenne empfängt, werden an den Multischalter übertragen, der im regulären Sat-Betrieb die Sender für mehrere TV-Geräte verfügbar macht. Alternativ sind im Handel auch Quattro-LNBs erhältlich, die dies ohne zusätzlichen Multischalter ermöglichen. Beim Sat-IP Fernsehen gelangen die Signale zu einem Sat-IP Converter. Hier findet die Umwandlung der Signale in Sat-IP Signale statt. Anschließend werden die übersetzten Signale an den DSL-Router geleitet und über das vorhandene Netzwerk zu den einzelnen Endgeräten gespeist.

So funktioniert die Übersetzung

Der Sat-IP Converter, der häufig auch als Sat-IP Server bezeichnet wird, wird in der Regel dicht an der Sat-Schüssel oder am Multischalter installiert. Wird ein TV-Programm vom Endgerät angefordert, filtert das Gerät die passenden hochfrequenten Antennensignale heraus und wandelt sie in Sat-IP-Signale um. Dies klappt auch für mehrere Programme parallel, allerdings ist dazu für jedes Programm ein eigener Wandler nötig. Die Hersteller bieten heute Modelle mit vier Tunern an, dazu gehört zum Beispiel der Digibit R1 von Telestar. Andere Geräte besitzen nur zwei Ausgänge. Aktuell arbeiten die Hersteller verstärkt daran, die Tuneranzahl pro Gerät aufzustocken, so gibt es mittlerweile auch Sat-IP Converter mit acht Tunern, das heißt, mit dem Converter können bis zu acht Satellitenprogramme gleichzeitig empfangen werden. Alternativ können auch zwei Sat-IP-Server mit jeweils vier Tunern genutzt werden. Die Anzahl der möglichen genutzten Anschlüsse im Sat-IP Converter wird zusätzlich vom LNB bzw. Multischalter begrenzt: Für jeden Tuner im Converter muss ein eigenes Kabel angeschlossen werden.

Die Verbindung herstellen

Ist der Sat-IP Converter am LNB der Satellitenschüssel angeschlossen, erfolgt die Verbindung mit dem Router als Verteiler der IP-Signale. Die Voraussetzung für eine hausweite Übertragung ist, dass der vorhandene Router netzwerkfähig ist, die möglichen Datenraten sollten mindestens bei 1 Gb/s liegen, das vorhandene WLAN sollte mindestens 802.11n und eine Datenrate von 150 Mbit/s mitbringen. Auch wenn die Endgeräte später per WLAN oder Powerline gespeist werden können – um eine stabile Verbindung zu gewährleisten, sollte die Anbindung Converter-Router stets per Kabel erfolgen. Damit ist die vorhandene Datenrate komplett nutzbar und es kann mehr als ein HD-Programm übertragen werden.

Ist der Sat-IP Converter angeschlossen, wird er über das Routermenü in das Netzwerk eingebunden. Die Anleitung dafür finden sich in der Regel in den Bedienungshandbüchern der jeweiligen Router.